birgitH / pixelio.de
birgitH / pixelio.de

Abgesehen von Ersatzschlüsseln gleicht kein Schlüssel dem anderen. Jeder besitzt ein ganz individuelles „Zackenprofil“ und passt somit nur zu einem ganz bestimmten Schloss. Modernere Zylinder besitzen keine Zacken mehr, sondern verschieden tiefe runde Bohrungen, womit der Einbruchschutz deutlich erhöht wird. Solche Schlüssel bezeichnet man als Bohrmuldenschlüssel.

In diesem Beitrag zeigen wir ihnen, warum selbst eine winzige Abweichung der Zähne oder Bohrmulden im Schlüssel das Öffnen einer Tür verhindern kann.

Kurz zu den Grundlagen – der Aufbau eines Schlüssels

Ein Schlüssel setzt sich aus einem Griff und dem sogenannten Schlüsselbart zusammen. Der Schlüsselbart ist der Schlüsselteil mit den Zähnen. Er ermöglicht die Entriegelung und Verriegelung eines Schlosses. Während viele Schlüsseltypen den gleichen Griff besitzen, weist jeder Schlüssel – mit Ausnahme von Ersatzschlüsseln – einen individuellen Bart auf, sozusagen ein einmaliges Zahnprofil. Moderne Schlüssel haben diesen wie bereits erwähnt nicht mehr, die Aufgabe der Zähne wird hier durch die Bohrmulden übernommen. Diese Art von Zylindern sind insbesondere oft auch einbruchhemmend, da sie auch gegen das sogenannte Picking relativ unempfindlich sind.

Das Schlüssel-Schloss-Prinzip

Jeder Schließzylinder besitzt einen Zylinderkern, dessen innerer Aufbau exakt zum jeweiligen Schlüsselbart passt. Doch wie funktioniert dieses Zusammenspiel?

Innerhalb des Zylinderkerns befinden sich kleine Stifte mit Federn. Wenn Sie den Schlüssel ins Schloss stecken, verschieben sich diese Stifte entsprechend der Schlüsselzacken. Erst wenn sie sich alle in einer bestimmten Höhe befinden, wird der Zylinderkern, besser gesagt die Schließnase, am Kern beweglich und sorgt dafür, dass sich der Riegel im Schloss verschiebt.

Wenn nun einer der Schlüsselzähne kürzer ist oder die Anzahl der Stifte nicht zum Schlüsselprofil passt, „rutschen“ die Stifte nicht in die erforderliche Position und verhindern das Öffnen der Tür. Deshalb kann es auch vorkommen, dass sich ein Schlüssel nicht drehen lässt, obwohl er in die Schlüsselöffnung passt. Übrigens gilt beim Schlüsselbart das Prinzip: je komplizierter das Profil, desto mehr Sicherheit bietet das Schloss. Aus diesem Grund sind Bohrmuldenschlüssel auch sicherer, da sie eine perfekte Anordnung der Stifte in drei Ebenen erforderlich machen.

Schlüsselvarianten in Hülle und Fülle

Je nach Aufbau des Schlüsselbarts lassen sich verschiedene Schlüsselarten unterscheiden. Es gibt z.B. Doppelbartschlüssel, Kreuzbartschlüssel, Zylinderschlüssel mit zahlreichen Unterarten, Chubbschlüssel und Durchsteckschlüssel. Die Schlüsselarten variieren nicht nur in den unteren Einschnitten, sondern auch durch seitliche Längsfräsungen. Die modernen Bohrmuldenschlüssel bieten allerdings einen höheren Einbruchschutz. Bei einem verlorenen Schlüssel sollten Sie dennoch immer ihre Versicherung informieren. Zusätzlich sollten Sie schnellstmöglich auch das zum verlorenen Schlüssel passende Schloss durch ein neues ersetzen. Nur so können Sie sicherstellen, dass sich nicht plötzlich ungebetene Gäste in Ihrer Wohnung befinden. Auch der Versicherungsschutz bleibt nur bestehen, wenn Sie nicht das alte Schloss behalten.

Wir beraten Sie gerne bei der richtigen Auswahl! 089/95002658

Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.