Der Schließzylinder bildet das Herzstück des Haustürschlosses. Hier versteckt sich die gesamte Mechanik, in der das richtige Zusammenspiel von Schlüssel und Zylinderkern die Türöffnung erst ermöglicht.

Der folgende Beitrag beschreibt die Funktionsweise des Haustürschlosses und zeigt Ihnen damit, welche zusätzlichen Sicherungen, die ein qualitativ hochwertiger Schließzylinder besitzen kann, größeren Schutz vor einem möglichen Einbruch bieten.

Der Aufbau des Zylinderkerns

Um verstehen zu können, wie der Schließmechanismus funktioniert, muss man wissen, wie der Zylinderkern des Haustürschlosses aufgebaut ist, also der Bereich, in den man den Schlüssel einsteckt. Der Zylinderkern besteht aus kleinen Stiften, den sogenannten Stiftzuhaltungen, und einer Schließnase. Die Stiftzuhaltungen setzen sich wiederum aus Kernstiften, Gehäusestiften und den Stiftfedern zusammen. Diese drei Stiftarten liegen übereinander und lassen sich durch das Einstecken eines Schlüssels verschieben.

Kleine Stifte mit großer Wirkung

Wenn Sie einen passenden Schlüssel ins Schloss stecken, führen die Zacken des Schlüssels dazu, dass sich die Kern- und Gehäusestifte dank der Federn nach unten bewegen. Erst wenn sich die Trennlinien beider Stifte in einer einheitlichen Höhe befinden, lässt sich der Zylinderkern drehen. Steckt kein oder auch der falsche Schlüssel im Schloss, dann blockieren die Stifte die Kernbewegung und die Tür lässt sich nicht öffnen.

Die Bewegung des Zylinderkerns führt automatisch zu einer Bewegung der Schließnase. Sie befindet sich in der Mitte des Zylinderkerns. Je nachdem, in welche Richtung Sie den Schlüssel drehen, bewirkt die Schließnase ein Zurückziehen oder Herausdrücken des Riegels und der Falle.

Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen für das Haustürschloss

Wie beschrieben erfolgt die Öffnung des Haustürschlosses nicht direkt durch den Schlüssel, sondern durch eine Reihe von mechanischen Vorgängen innerhalb des Zylinderkerns.

Hundertprozentige Sicherheit gegen Einbruch bietet das Zylinderschloss allerdings nur, wenn es zusätzlich gegen gewaltsame oder sogenannte „intelligente“ Maßnahmen ohne Schlosszerstörung gesichert ist.

Eine Bohrschutzvorrichtung verhindert z.B., dass Einbrecher den Schlosskern mithilfe einer Bohrmaschine beschädigen bzw. zerstören und damit die Schließmechanik außer Kraft setzen. Zudem bieten Schlosshersteller spezielle Sicherungen innerhalb des Zylinderkerns an, mit denen die Schlossöffnung durch Tastbesteck verhindert wird. Zudem sollte ein guter Zylinder auch einen sogenannten Ziehschutz besitzen. Damit wird verhindert, dass Einbrecher durch das Eindrehen von Schrauben in den Schließzylinder diesen einfach mit Gewalt herausziehen können. Moderne Zylinder besitzen zudem sogenannte Bohrmuldenschlüssel, die die Sicherheit dahingehend nochmals erhöhen, dass Sie den Zylinder unempfindlich gegenüber der Picking – Öffnungsmethode machen. Die Schlüssel besitzen keine Zacken mehr, sondern haben mehrere verschieden tiefe Mulden eingefräst. Dadurch ist es möglich, dass die Stifte des Zylinders in drei Ebenen angeordnet werden.

Bei der Vielzahl der verschiedenen Angebote auf dem Markt ist es immer sinnvoll, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Ein qualitativ guter einbruchhemmender Sicherheitszylinder ist übrigens mindestens genau so sicher wie etwa ein Retina – Scanner, der um ein Vielfaches teurer ist.

Wir beraten Sie im Rahmen unseres Sicherheitsdienstes gerne kostenlos vor Ort, wenn Sie auf der Suche nach einem für ihre Anforderungen passenden Zylinder sind: 089/95002658